Lernturm aus Holz kaufen: worauf du achtest und ab welchem Alter
Dein Kind möchte auf der Arbeitsplatte zusehen und schleppt einen Küchenstuhl herbei. Das kommt dir bekannt vor und is nicht besonders praktisch. Ein Lernturm aus Holz löst dieses Problem: Dein Kind steht auf einer verstellbaren Plattform mit Seitenteilen und einem Schutzbügel drumherum, genau auf der richtigen Höhe, um mitzuhelfen. In diesem Ratgeber liest du, ab welchem Alter es sinnvoll ist, worauf du beim Kauf achten solltest und was ihr gemeinsam an der Arbeitsplatte machen könnt.
Was genau ist ein Lernturm?
Ein Lernturm, auch Küchenhelfer oder Learning Tower genannt, ist ein Tritthocker aus Holz mit einer höhenverstellbaren Plattform und einer Umrandung an der Oberseite. Die Idee stammt aus der Montessori-Pädagogik: Ein Kind, das im Haushalt mithelfen möchte, macht einfach mit, aus eigener Kraft und ohne dass du es ständig hochheben musst.
Der Unterschied zu einem normalen Tritthocker liegt in dieser Umrandung. Auf einer kleinen Leiter steht dein Kind frei auf einer Stufe. In einem Lernturm steht es in einem offenen Rahmen, mit einer Möglichkeit zum Festhalten und einer Stütze im Rücken. Deshalb bleiben Kinder auch länger darin stehen, weil sie nicht ständig auf ihr Gleichgewicht achten müssen.
Ab welchem Alter und bis wann?
Sobald dein Kind selbstständig steht und läuft, meistens mit etwa 18 Monaten, kann es einen Lernturm nutzen. Jedes Kind entwickelt sich anders, schaue also vor allem darauf, ob es stabil auf den Beinen steht und die Stufen selbstständig hochklettern kann.
Die Nutzung endet meistens im Alter von etwa fünf Jahren. Dann is dein Kind groß genug, um mit einem normalen Tritthocker an die Arbeitsplatte zu gelangen. Stelle dich also auf eine Nutzungsdauer von drei bis vier Jahren ein und berücksichtige das beim Preis. Der 3-in-1-Lernturm aus Holz von Fits4Kids ist für Kinder von 18 Monaten bis 5 Jahren geeignet und bietet drei Höhenstufen, sodass die Plattform mitwächst, anstatt nach einem Jahr zu niedrig zu sein.
Worauf solltest du beim Kauf eines Lernturms achten?
Stabilität und Gewicht
Ein leichter Turm rutscht weg, wenn dein Kind sich daran hochzieht. Achte daher auf das Eigengewicht und die Tragfähigkeit. Rund 9 Kilo sind ein guter Mittelweg: schwer genug, um stabil zu stehen, leicht genug, um ihn selbst kurz zu verschieben. Rutschfeste Füße machen auf glatten Böden oder Fliesen einen großen Unterschied.
Verstellbare Höhe
Hier unterscheiden sich die Modelle am meisten. Eine feste Höhe ist oft nur für ein oder anderthalb Jahre geeignet. Mit drei Stufen stellst du die Plattform anfangs hoch ein und senkst sie ab, wenn dein Kind wächst. Prüfe auch, wie aufwendig das Verstellen ist. Ein Schraubendreher und fünf Minuten sind völlig in Ordnung, eine halbe Stunde Rätselraten mit losen Schrauben dagegen nicht.
Schutzbügel oder geschlossene Seitenteile
Ein Lernturm sollte an allen Seiten Schutz bieten: geschlossene Seitenteile und einen Bügel oder eine Platte hinter deinem Kind. So kann es sich umdrehen und strecken, ohne danebenzutreten. Achte auch auf die Einstiegsseite. Einen niedrigen Einstieg mit breiten Stufen schafft dein Kind selbst, eine hohe erste Stufe dagegen nicht.
Eines gilt immer, egal wie gut der Turm ist: Bleibe in der Nähe, solange dein Kind darin steht. Das gilt besonders in der Nähe des Herdes, bei heißem Wasser und bei Messern auf der Arbeitsplatte.
Zusammenklappbar oder 3-in-1
Wenn du eine kleine Küche hast, ist dieser Punkt besonders wichtig. Es gibt zwei Möglichkeiten. Einen zusammenklappbaren Lernturm klappst du nach Gebrauch flach zusammen und stellst ihn an die Wand oder in den Flurschrank. Das ist praktisch, wenn der Turm wirklich aus dem Weg geräumt werden soll, aber weniger praktisch, wenn dein Kind ihn dreimal am Tag benutzen möchte, da du ihn dann auch dreimal auf- und zuklappen musst.
Die andere Möglichkeit ist ein 3-in-1-Modell. Dieses lässt sich zu einem kleinen Tisch mit Stuhl umklappen, sodass der Turm nicht verschwindet, sondern eine andere Funktion erhält: einen Platz zum Malen oder Essen. Das eignet sich gut, wenn du eine Ecke hast, in der er stehen bleiben kann. Das 3-in-1-Modell von Fits4Kids verwandelt sich von einem 87 cm hohen Turm in einen 44 cm hohen Tisch mit Sitzgelegenheit und hat eine Kreidetafel in der Tischplatte.
Holz oder Kunststoff
Holz ist schwerer und dadurch stabiler, und einen Kratzer kannst du einfach wegschleifen. Kunststoff ist leichter und lässt sich einfacher abwischen, rutscht aber auf glatten Böden schneller weg. Wenn du dich für Holz entscheidest, achte auf die Verarbeitung: Multiplex mit einem kindgerechten Lack ist splitterfrei und hält feuchtem Abwischen stand. Frage auch nach, wo der Turm hergestellt und ob er getestet wurde. Das Modell in unserer Lernturm-Kollektion wird in Europa hergestellt und ist vom TÜV Rheinland geprüft.
Was könnt ihr gemeinsam an der Arbeitsplatte machen?
Ein Lernturm, der nur in der Ecke steht, ist schade. Diese kleinen Aufgaben klappen meist schon ab etwa zwei Jahren:
- Gemüse waschen. Ein Sieb, den Wasserhahn an und eine Handvoll Karotten. Dein Kind ist so schnell zehn Minuten beschäftigt und es muss nicht perfekt sein.
- Teig kneten oder Kekse ausstechen. Das macht zwar etwas Unordnung, aber man kann kaum etwas falsch machen und das Ergebnis kommt in den Ofen.
- Selbst einschenken. Eine kleine Kanne Wasser und ein Becher. Die ersten Male geht etwas daneben, danach klappt es überraschend schnell gut.
- Beim Abwaschen helfen. Besteck und Plastikschüsseln im Spülwasser. Vor allem der Schaum hat eine große Anziehungskraft.
- Zähneputzen am Waschbecken. Der Turm muss nicht nur in der Küche stehen.
Hat dein Kind genug von der Arbeitsplatte und hast du ein 3-in-1-Modell, klappe es einfach zum Tisch um. Das Zeichnen auf der Kreidetafel macht Spaß, und magnetic tiles passen ab 3 Jahren hervorragend darauf, da dein Kind im Stehen oder Sitzen damit spielen kann.
Häufig gestellte Fragen
Ab welchem Alter ist ein Lernturm geeignet?
Meistens ab 18 Monaten, sobald dein Kind selbstständig steht und läuft. Bis etwa 5 Jahre bleibt er praktisch, danach erreicht dein Kind die Arbeitsplatte auch mit einem normalen Tritthocker. Halte dich immer an die Altersangabe des Herstellers.
Ist ein Lernturm sicher?
Ein guter Lernturm steht stabil, hat geschlossene Seitenteile, einen Bügel hinter deinem Kind und rutschfeste Füße. Das macht die Aufsicht jedoch nicht überflüssig: Bleibe dabei, solange dein Kind darin steht. Die von uns verkauften Spielzeuge und Kindermöbel erfüllen die europäischen Anforderungen. Der Lernturm ist zudem vom TÜV Rheinland geprüft.
Was ist het verschil tussen een leertoren en een opstapje?
Ein Tritthocker ist eine Stufe ohne Umrandung. Ein Lernturm hat Seitenteile und eine Stütze im Rücken, sodass dein Kind sich umdrehen und strecken kann, ohne danebenzutreten. Dadurch kann es auch länger darin stehen bleiben, was beim Kochen den entscheidenden Unterschied ausmacht.
Welcher Lernturm passt in eine kleine Küche?
Achte auf ein zusammenklappbares Modell, das du flach an die Wand stellen kannst, oder auf ein 3-in-1-Modell, das sich zu einem Tisch mit Stuhl umklappen lässt. Miss vorher den freien Platz vor der Arbeitsplatte aus, denn ein Turm von etwa 42 mal 32 cm benötigt noch etwas Freiraum drumherum zum Ein- und Aussteigen.
Zweifelst du noch zwischen verschiedenen Modellen? Stelle dein Kind einmal auf einen Stuhl an der Arbeitsplatte und schaue, wie lange es dort stehen bleibt. Wenn es gerne dabei bleibt, wird ein Lernturm bei euch zu Hause täglich im Einsatz sein. Sieh dir die Montessori-Produkte von Fits4Kids an und wähle etwas aus, das zum Alter deines Kindes passt.